Für Chancengleichheit – Team Amani

2021 erlebte die Welt mit dem Migration Gravel Race den Beginn einer neuen Ära des Offroad-Radsports in Afrika. Ein internationales Feld aus einigen der besten professionellen Gravel-Racer der Welt und den größten Radsporttalenten Ostafrikas stellte sich spektakulären Routen durch die Masai Mara – auf einem anspruchsvollen Mehrtageskurs.
Eine Landschaft, die sich nie hätte träumen lassen, Kulisse für ein Radrennen zu sein. Doch hier begann mehr als nur ein Rennen. Hier begann ein faireres Spielfeld.


Dass es neu wirken kann oder jenseits der gewohnten Art des Rennsports liegt, verweist auf ein Thema, das den ganzen Zweck des Migration Gravel race ausmacht: das Beste der Welt nach Afrika zu bringen, weil das Rennen dort seinesgleichen sucht, statt die Besten Afrikas dazu zu drängen, überall zu fahren – nur nicht zu Hause.
Das Migration Gravel race ist spektakulär. Es führt durch einige der beeindruckendsten Landschaften der Erde, mit einigen der bedeutendsten Tierarten der Welt nur wenige Meter entfernt, die zuschauen und für ein unerwartetes Publikum sorgen.
Das allein ist beeindruckend, aber das Rennen beeindruckt auf viele Arten.




Das Rennen macht deutlich, wie unausgewogen der Radsport weltweit aufgestellt ist. Es rückt schonungslos ins Licht, wie begrenzt die Chancen für talentierte afrikanische Fahrer sind, gegen die Besten der Welt anzutreten.
Ob es an Finanzierung, Clubs, Rennstrukturen, Visabestimmungen, Transport oder einfach an der Zeit liegt: Für afrikanische Fahrer ist es oft deutlich komplizierter, überhaupt an die Startlinie auf anderen Kontinenten zu kommen.
Mit diesem Gedanken im Kopf muss sich jeder Radsportfan fragen: „Wie kann der Sport, den wir lieben, wirklich fair sein, wenn viele der besten Fahrer gar nicht am Rennen teilnehmen?“ Oder: „Wie können wir von einem globalen Wettbewerb sprechen, wenn nicht alle Länder und Fahrer teilnehmen können?“

Anstatt sich zurückzulehnen und darauf zu warten, dass Gleichberechtigung aufholt, hat ein Team ostafrikanischer Rider unter dem Dach von Team Amani begonnen, eigene internationale Rennen zu schaffen.
Das erste Migration Gravel-Rennen im Jahr 2021 war ein durchschlagender Erfolg, der nicht nur die besten Rider herausforderte, sondern auch eine neue Idee vom Rennsport in Afrika einleitete.
Die Rider von Team Amani sagen es selbst am deutlichsten: Sie wollen weder Mitleid noch Wohltätigkeit; was sie wollen, ist Chance.
Die Chance, Rennen zu fahren,
Die Chance, gegen die Besten anzutreten,
Die Chance, zu den gleichen Bedingungen zu fahren,
Die Chance, unter fairen Bedingungen zu konkurrieren.



Diese Idee ist 2022 fest verankert: Das Migration Gravel Race war zusammen mit dem neuen Evolution Gravel Race gleichermaßen hart wie spektakulär.
Wer diese Etappenrennen gewinnt, entscheidet sich allein durch Können, Kraft und Entschlossenheit. Die Sieger erhalten zu Recht die Anerkennung, die sie verdienen.



Aber am wichtigsten ist nicht das Gewinnen, sondern dass die Rennen die Bühne für einen wirklich globalen Wettbewerb bieten, auf der sich die gesamte Weltelite miteinander misst.
Dann, und nur dann, haben wir einen wirklich globalen Sport, in dem sich die besten Fahrer aus aller Welt miteinander messen können.
Team Amani.
Gleiche Chancen schaffen.
Ein Rennen nach dem anderen.



Photos by: Finley Newmark & Saltlake Lian
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